Letzten Sonntag, am 14. Juni, wurde das LEADER-Projekt „Wurzeln der Vergangenheit: Aufwertung des Natur- und Geschichtsraums Alter Friedhof“ in Altenberge feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste kamen im Innenhof des Heimathauses Altenberge zusammen, direkt neben dem Areal des Alten Friedhofs. Begleitet wurde die Veranstaltung musikalisch durch die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr.
Zu Beginn begrüßte Franz Müllenbeck, 1. Vorsitzender des Heimatvereins Altenberge, die Anwesenden und gab einen Einblick in die Entstehung und Umsetzung des Projekts. Der Alte Friedhof und das „Totengängsken“ sind Orte mit hoher geschichtlicher Bedeutung für Altenberge. Mit dem Projekt wurden sie nun als Kultur-, Natur- und Begegnungsraum neu erlebbar gemacht.
Bürgermeister Jan Röschenkemper würdigte das vorbildliche Engagement des Heimatvereins und betonte, wie unverzichtbar ehrenamtlicher Einsatz für die Gemeinde Altenberge ist. Auch die Landtagsabgeordnete Simone Wendland hob die Bedeutung des LEADER-Ansatzes hervor: Projekte wie dieses entstünden aus der Region heraus und zeigten, wie wichtig der sogenannte Bottom-up-Gedanke für eine lebendige ländliche Entwicklung sei.
Landrat Dr. Martin Sommer stellte die große Relevanz des Ehrenamtes für den Kreis Steinfurt heraus. Horst Schöpper, Geschäftsführer der LAG Steinfurter Land, dankte insbesondere Franz Müllenbeck für dessen engagierte und fachkundige Projektarbeit. Mit einem Augenzwinkern stellte so mancher fest, dass Müllenbeck den informellen Titel „Fördermittelpapst“ in der Region definitiv verdient habe.
Nach den Redebeiträgen gingen die Gäste gemeinsam mit Pastor Jochen Kosmann auf den Alten Friedhof, wo der neue Spielplatz eingeweiht wurde. Die anwesenden Kinder nahmen ihn direkt begeistert in Beschlag. Anschließend erkundeten die Besucher*innen das Gelände bei einem Rundgang. Dabei konnten sie die neuen und aufgewerteten Elemente kennenlernen, darunter die Trockenmauer, die Benjeshecke, die historischen Grabsteine sowie den Waldlehrpfad mit Informationen zu den alten Bäumen des Areals.
Das Projekt verbindet Geschichte, Naturbildung, Biodiversität und Begegnung auf besondere Weise. Der Alte Friedhof wird dadurch nicht nur als Erinnerungsort erhalten, sondern zugleich als öffentlicher Raum für Familien, Kinder, ältere Menschen, Gäste und die gesamte Dorfgemeinschaft weiterentwickelt.
Bei Gegrilltem und Getränken klang die Eröffnung in geselliger Atmosphäre aus. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie viel durch bürgerschaftliches Engagement, gute Zusammenarbeit und regionale Förderung entstehen kann.