Servicestelle Sonne

Neben der Windenergie ist die Nutzung der Sonnenenergie eine zentrale Säule zur Erzeugung von erneuerbarem Strom im Kreis Steinfurt. Die Sonnenenergie ist – im Hinblick auf die Nutzung z.B. im Bereich Eigenverbrauch, E-Mobilität, strombetriebene Wärmepumpen – essentiell notwendig für das Erreichen der Klimaschutzziele des Kreises Steinfurt.

Der Anfang 2019 fertig gestellte „Masterplan Sonne – Bestand, Potenzial und Handlungsempfehlungen“ bestätigte, dass der Kreis und seine 24 Städte und Gemeinden mit 3,85 GW ein enormes Potenzial für die Nutzung von Sonnenenergie bergen – bisher jedoch nur einen Bruchteil davon nutzen. Neben einer Analyse zwecks Bestand und Potenzial auf Dach- und Freiflächen wurde gemeinsam mit regionalen Akteuren die zentralen Umsetzungshindernisse definiert. Darauf basierend erfolgte in einem partizipativen Entwicklungsprozess die Erarbeitung eines umfangreichen Handlungsprogramms bis 2022. Um die Hürden erfolgreich zu überwinden und damit den Ausbau an Solarenergieanlagen stärker voranzubringen, soll eine „Servicestelle Sonnenenergie“ für die beiden LEADER-Regionen Tecklenburger Land und Steinfurter Land eingerichtet werden.

Die „Servicestelle Sonnenenergie“ dient der Information, der Beratung, Begleitung und öffentlichen Wahrnehmung dieser wichtigen Säule der regionalen Energiewende.

Sie soll Angebote für folgende Zielgruppen bereitstellen und organisieren:
– Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU),
– Öffentliche und private Institutionen, Verbände, Vereine und Initiativen
– Bürgerinnen und Bürger
– Städte und Gemeinden
– KfW 432-Quartiere

Um für Solarenergie auf Freiflächen zu sensibilisieren und auch Bürgern ohne nutzbares Hausdach eine Teilhabe zu ermöglichen, werden breite und innovative Bürgerbeteiligungsformate initiiert. Dafür stellt u.a. eine aktive Unterstützung und Begleitung bestehender und künftiger Bürgerenergie-Anlagen eine zukunftsweisende Strategie dar. Dies kommt, wie im Bereich Windenergie, zudem auch einem weiteren Ziel des Kreises nach – nämlich der Steigerung der regionalen Wertschöpfung.

Die Servicestelle dient als zentraler Ansprechpartner und Anlaufpunkt für alle Beteiligten. Sie begleitet, moderiert und vermittelt, organisiert Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und thematisiert die verschiedenen Interessen und Herausforderungen in der Region.

Dafür finden u.a. Aufklärungskampagnen und starke Kommunikationsoffensiven für die o.g. Zielgruppen statt.

Der Aufbau von Netzwerken durch die Gründung und regelmäßige Durchführung von Arbeitskreisen mit Vertreterinnen und Vertretern aller Zielgruppen erfolgt von Beginn an.

Die thematischen Schwerpunkte betreffen u.a.
• Herausforderungen und Möglichkeiten der Nutzung von PV-Freiflächen
• Stärkung und Unterstützung verschiedenster Varianten von „Bürger-Sonne“ (Bürgerenergiegesellschaften, -vereine, initiative etc.)
• Fokus auf verstärkte Nutzung von Gewerbe- und Unternehmensdächern
• Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Einbindung des regionalen Handwerks und der energieland2050- Berater
• Einbindung der Kommunen, der Energieversorger, der Netzbetreiber und Hochschulen
• Innovative Nutzungsmöglichkeiten – z.B. PV in Kombination mit Elektro-Mobilität und Speicherung, Mieterstrom, Solardachbörsen

Servicestelle Sonne

Eckdaten zum Projekt

Projektkategorie LEADER-Projekt
Förderzeitraum 2015 - 2022
Projektstatus Abgeschlossen
Thema
Dezentral und CO²-neutral
Ort Kreisweit
Projekträger energieland 2050 e.V.
Zuwendungshöhe 118.113,05 €
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